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Im Wartezimmer (1)
vom 21. Februar 2015

Bei einem Arztbesuch sitze ich im Wartezimmer und warte auf den Aufruf.
Als ich mich im gut besetzten Raum umschaue fällt mein Blick auf einen „Water-Tower“. Her können Patienten ihren Durst löschen. Aber der „Wasser-Tower“ regt meine Phantasie an und ich denke einige Jahrzehnte zurück.
Da stand in der Beethovenstraße auch ein „Wasser-Tower“, den die Isenburger im schlichten Dialekt als Wassertorm“ bezeichneten.
Ja, unser Wasserturm! Er fiel in den Nachkriegsjahren, als überall aus den Trümmern der Bombennächte neue Häuser und Gebäude entstanden dem damaligen „Bauwahn“ zum Opfer.
Was könnten wir heute mit ihm für unsere Stadt werben. Ebenso mit dem daneben liegenden Stadtbad mit seinen wunderschönen Jugendstil-Fliesen. Das waren noch Zeiten, da nicht jede Familie ihr Bad hatte. Da kostete ein Wannenbad so viel ich noch weiß 50 Pfennig und ein Brausebad 30 Pfennige, die uns die Mutter am Wochenende in die Hand drückt und mahnte: Wasch’ nur deinen Hals richtig und komm’ nicht mit einem noch schmutzigen Rabenhals nach Hause.“

Als ich aufgerufen wurde, musste ich mich sammeln. Doch ein Blick auf den „Water-Tower“ holte mich schnell in die Realität zurück . . .