Startseite | Sitemap | Kontakt


GHK Sternwarte
Lesen Sie hier Oscar's Geschichten

Geschichte kinderleicht und unterhaltsam erzählt

Hinterlassen Sie uns hier einen Gruß
 

Gefiederte Begleiter
vom 03. Oktober 2014

Es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht. So glaube ich wenigstens. Als ich vor kürzlich mit meinem Pudel „Fritz“ noch vor dem Frühstück den ersten Spaziergang unternahm. Da er ohne ein kleines „Leckerli“ nicht laufen kann, bekam er aus seiner speziellen Dose einen kleinen Leckerbissen in den Mund geschoben. So weit, so gut! Wenn nicht gegenüber auf einer Peitschenlampe eine Rabenkrähe den Fütterungsakt beobachtet hätte. Sie wiegte den Kopf hin und her. Machte mit einem kräftigen „Krah, Krah“ auf sich aufmerksam. Neugierig wie ich bin, streute ich ein paar der kleinen Bissen auf den Bürgersteig und wir gingen weiter. Als ich mich nach ein paar Schritten umdrehte, pickte „meine Krähe“ das Hundefutter auf und als es weiter ging, flog sie mit und bettelte immer wieder nach dem Futter aus der Dose. „Fritz“ opferte ein Teil seiner Ration und unsere Begleitung nahm sie dankend an.
Inzwischen sind fast drei Wochen vergangen und aus der einen Krähe sind zwei geworden, die jeden Morgen gegen acht Uhr auf uns warten. Wenn ich sie nicht sehe, so höre ich doch ihr Krah, Krah“. Es ist dies die Mahnung: „Wir sind da, lass endlich was in unsere Schnäbel wachsen“. Da mich die kesse „Bettelbande“ amüsiert und „Fritz“ ohne Knurren sein erstes Frühstück mit ihnen teilt, habe ich immer eine separate Futterdose dabei, die innerhalb einer halben Stunde geleert ist. Als es dann nichts mehr gibt, schwingen sie sich in die Luft und mit einem letzten „Krah, Krah“ verabschieden sie sich bis zum nächsten Morgen.
Als ich meiner Frau von den Vögel erzählte, meinte sie: „Du schreckst aber auch vor nichts zurück und jetzt fütterst du auch noch die Raben.“
Da für sie alle schwarzen Vögel Raben sind, berichtigte ich sie und erklärte, dass es sich hier um Rabenkrähen handelt. „Das ist mir egal“, meinte sie, „bring sie aber ja nicht mit in den Garten.“

Jeden das Seine und mir mein Vogel“, dachte kurz und bündig . . .