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06.05.17
Wetterau
 

Winterrose
vom 16. Januar 2014

Das alte Wort vom Winter der ein harter Gesell und kernfest auf die Dauer ist, haben wir in diesen Monaten nicht gespürt. Eigentlich sollte er Eis und Schnee herum streuen. Doch da tat sich nichts.
Das Thermometer fiel kaum einmal unter Null. Sonst zeigte es meist Plusgrade z. T. im zweistelligen Bereich an.
Im Garten hat eine uralte Rose einen Platz und füllt  seit Jahresbeginn langsam und bedächtig einen Zweig mit Blütenknospen, die sich jetzt eine nach der anderen entfalten.
Oskar beobachtet dauernd den Fortschritt und freut sich diebisch über die „Winterrose“, die zum erstenmal seit er sie kennt im Januar blüht. Dabei weiß er, dass eine Frostnacht die ganze Herrlichkeit zunichte machen kann.
Was ihm jetzt bei einem Spaziergang mit Freund „Fritzi“ im Frankfurter Wald auffiel: Einige Laubbäume waren in den frostfreien Tagen der Motorsäge zum Opfer gefallen. Die meisten von ihnen waren hohl und wirkten nur noch durch das äußere Holz standfest. Ein Teil der Bäume hatte aber noch grüne Zweige – und jetzt kommt’s: An den Zweigen hatten sich inzwischen grüne Sprossen gebildet, die, so schien es, auf den Frühling warteten, um sich als frisch grüne Blätter zu präsentieren.

Da haben Menschen, Pflanzen und Bäume eines gemeinsam: Ein warmer Winter kann uns gestohlen bleiben meint . . .