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GHK Sternwarte
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Geschichte kinderleicht und unterhaltsam erzählt

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06.05.17
Wetterau
 

Schlecht gelaunt?
vom 10. November 2013

Bereits am Abend kündigte, die zur Zeit nicht ganz gesunde Gattin an: „Du musst morgen früh in den Supermarkt und einkaufen.“ Oskar war nicht gerade begeistert, da er wusste, was ihm blüht. Nach dem Kaffeetrinken bekam er einen Zettel vorgelegt und den „Befehl“: „Das sind die Sachen, die du holen musst!“
Das fast leere Portemonnaie wurde aufgefüllt, der Zettel eingepackt, Korb und Tasche  - noch leer - im Kofferraum verstaut, in dem noch einige Kisten mit Büchern, die Oskar weiter geben will ein ruhiges Dasein fristeten.
Der große Parkplatz war locker besetzt, überall Lücken, so dass Oskar keine Mühe hatte, sein Gefährt unter zu bringen.
Als er vor den  Einkaufswagen stand und in seinen Taschen kramte, merkte er, dass er den üblichen Chip vergessen hatte. Zurück und nach gesehen. Von einem Chip keine Spur. Oskar dachte nach und überlegte, ob er den Chip beim letzten Einkauf eventuell in das Portemonnaie gesteckt hatte. Die Nachschau rentierte sich: Der Chip fühlte sich mitten im Kleingeld wohl.
Jetzt flugs ein Einkaufswagen geholt und ab ging es in den Markt.
Beim obligatorischen Suchen der einzelnen Artikel  fiel Oskar auf, dass die Kunden, die suchend durch die Gänge schlenderten ein richtiges Montagsgesicht aufgesetzt hatten. Keiner lächelte, ein Ehepaar(?) war sich nicht im Klaren, ob sie das Sonderangebot kaufen sollten oder nicht.
Eine ältere Frau schimpfte vor sich hin: „Jetzt suche ich schon eine ganze Zeit und finde nicht das was ich haben will.“ Ich konnte es ihr nach fühlen, da es mir ebenso ging.
Auf jeden Fall hatte Oskar das Gefühl, dass fast alle Kunden mit dem linken Fuß aus dem Bett geklettert waren. Doch dann stahl sich bei dem einen oder anderen ein Lächeln ins Gesicht. Zwei Halbwüchsige hatten einen Einkaufskorb in dem der eine saß und der andere ein Rennen zwischen den Gängen probierte. Als es nicht klappte, gaben sie auf und verabredeten, das Rennen draußen auf dem Parkplatz fort zu setzen: „Du weißt ja, dass ich immer den Wagen in die „Garage“ fahre und dafür die Hälfte des Euro bekomme“, meldete einer der Jungens seinen Anspruch an .

Danach verlor ich das Duo aus den Augen und erinnerte mich an meine Jugend im 2. Weltkrieg, als es keinen Supermarkt gab, das Tante-Emma-Lädchen um die Ecke die Marke für 125 Gramm Butter von der Lebensmittelkarte abschnitt mit der wir eine Woche auskommen mussten. Gab es dann ein Butterbrot, war Feiertag . . .