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06.05.17
Wetterau
 

Über einen Taugenichts
vom 09. September 2013

Vor einigen Tagen entdeckte ich am Blumenladen vor dem Alten Friedhof auf einem kleinen Tisch Bücher aller Art. Auf Nachfrage erklärte mir die freundliche Blumenfrau, „dass Kunden  die ihren Buchbestand reduzieren wollen, die Bücher vorbei bringen und die gegen eine kleine Spende in die Kaffeekasse ausgesucht und mit genommen werden können“. Ein kleines Büchlein, das wenig Beachtung fand erregte meine Aufmerksamkeit. Es war in Leinen gebunden und auch sonst handwerklich sehr gut gemacht. Der Titel „Aus dem Leben eines Taugenichts“ und der Autor Joseph von Eichendorff (*1788 - †1857) ließen mich zugreifen und für einen Obolus gehörte das Buch mir.
Sein Inhalt in Kurzform: Ein fauler Müllersohn, den sein Vater aufforderte hinaus in die Welt zu gehen und sich sein Brot selbst zu erwerben, nahm die Aufforderung wörtlich. Er nahm seine Geige und bekam vom Vater noch „einige Groschen“ und machte sich auf die Welt zu entdecken. Er sang und spielte auf seinem Instrument, lernte Menschen kenne, verliebte sich in eine „wunderschöne Frau“, der er ein kurzes Gedicht widmete. „Wohin ich geh’ und schaue, in Feld und Wald und Tal, vom Berg ins Himmelsblaue, vielschöne gnädge Fraue, grüß ich dich tausendmal.“
Es gab ein happy end und aus dem „Taugenichts“, der sich sein Brot unterwegs mit Geigenspiel verdiente wurde ein Ehemann, der mit seiner Frau voller Glück seine Schritte nach Italien lenkte, und dort ein gemeinsames Glück fand.

Eine romantische Geschichte, aber sie faszinierte mich durch die lebhafte Schilderung des „Taugenichts“, der sein Leben selbst in die Hand genommen hat und das Beste daraus machte . . .