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GHK Sternwarte
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06.05.17
Wetterau
 

Der Frühlings-Bluff 1
vom 28. März 2013

Zwei Tage blauer Himmel, weiße Wolken zieren ihn und leise Hoffnung keimt auf den nahen Frühling, den der Kalender längst angesagt hat. Oskar  hat die Winterjacke und den Pullover in die äußerste Ecke des Schrankes verbannt und sich mit leichter Bekleidung zum Marsch durch den Wald aufgemacht. Mit dabei mein vierbeiniger Kumpel „Fritzi“ dem das laue Lüftchen auch Beine macht. Da war nichts mit Bummeln wie bei Regen und Schnee. Da ging die Post ab und ich alter Kerl musste mithalten.
Doch es gab auch den einen oder anderen Moment der Besinnung in dem „Fritzi“ da und dort an den Bäumen schnuppern musste.
Eigentlich ein idealer Übergang vom Winter zum Frühling. Doch wie schreibt Matthias Claudius in einem Gedicht: „Der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und auf die Dauer . . .“, das in zahlreichen Strophen dem eiskalten Gesellen huldigt. Jetzt hat er zurück geschlagen, den jungen Knaben Frühling  mit Schnee und Eis in die Knie gezwungen. Ich musste die Wintersachen wieder hervor holen, während „Fritzi“ die weiße (unwillkommene) Pracht einfach genießt und tiefe Schneisen in den hohen Schnee pflügt.
Wer unter Minusgraden und verschneiten Wäldern und Gärten leidet sind die Vögel, die kaum noch Futter finden. Oskar füttert schon seit Beginn der kalten Jahreszeit und jetzt reicht der Vorrat noch um die hoffentlich bald beendete „Eiszeit“ zu überstehen. Der alte Zwetschenbaum im Garten ist den ganzen Tag über mit den Gefiederten besetzt. Es sind Grünfinken, die ohne Scheu das Futterhäuschen besuchen und ihren Hunger ohne Stress stillen.
Jeden Morgen beim Frühstück freut sich besonders die Hausfrau beim Blick aus dem Fenster über die kleinen, zutraulichen Gesellen und spricht nur noch von ihrer „Piepshow“.

Sollte es wirklich Frühling werden und die Finken uns verlassen, werden wir sie sehr vermissen und uns auf ein Wiedersehen im nächsten Winter freuen. Ihr Häuschen wird dann wieder gefüllt sein, verspricht . . .