Startseite | Sitemap | Kontakt


GHK Sternwarte
Lesen Sie hier Oscar's Geschichten

Geschichte kinderleicht und unterhaltsam erzählt

Hinterlassen Sie uns hier einen Gruß
06.05.17
Wetterau
 

Fini
vom 24. September 2012

Seit einem guten Jahr haben wir neue, jetzt schon alte Nachbarn. Diese wiederum brachten eine schwarze Katzendame mit, die nach kurzer Eingewöhnungszeit als Freigängerin die Nachbarschaft erkundet hatte. Dabei kreuzte sie ab und zu auch bei uns im Hof und Garten auf, hatte aber nicht mit  Pudel Fritzi gerechnet, der mit Gebell und tiefem Knurren sein Hausrecht gegen den kessen Eindringling verteidigte. Fini gab Fersengeld und zog sich in ihr Revier zurück. Hier setzte sie sich gemütlich auf die Treppe und ließ Fritzi sich austoben. Die Zeit verging und jetzt haben die beiden Vierbeiner kein Problem mehr miteinander. Jeder akzeptiert die Reviergrenze und es herrscht Friede zwischen den tierischen Nachbarn.

Kürzlich fragten die Katzenliebhaber, ob wir nicht für ein paar Tage Fini versorgen könnten, da die gesamte Familie in Urlaub sei und ob es mit Fritzi Probleme geben würde?

Wir meinten, dass es ein Versuch wert sei, da die „Schwarze“ ja in ihrem Revier bleibe. Wir wurden in die Fütterungszeiten von Fini eingeweiht und beruhigten die Kurzurlauber, dass es schon klappen würde. Um es vorweg zu nehmen: Es klappte reibungslos. Fini bekam ihr Morgenfrühstück serviert, ihren Trinknapf gefüllt und stand plötzlich mit einem leisen Miau hinter mir. Sie strich mir um die Beine und streckte sich als ich ihr den Kopf kraulte. Dann machte sie sich über ihr Futter her. Doch als ich gehen wollte, unterbrach sie ihre Mahlzeit und lief mir nach. Für mich die Aufforderung bleib’ noch ein wenig bei mir. Also setzte ich mich neben sie auf die Bank und leistete ihr Gesellschaft. Als sie den Napf leer gefuttert hatte, musste ich sie erneut streicheln und mit ihr reden. Dann machte sie den berühmten Katzenbuckel und verzog sich auf ihren Schlafplatz im Haus. 

Schnell vergingen uns die Tage mit Fini, die zutraulich war und keineswegs fremdelte. Eigentlich habe ich immer geglaubt, dass Katzen individuelle Wesen und unabhängiger als Hunde von ihren Menschen sind. Fini bewies mir das Gegenteil, sie suchte wann immer sie Laune hatte den Menschen und selbst wenn es nur Ersatz war.

Jetzt hat sie ihre Familie wieder und ich freue mich, wenn sie ab und zu durch den Garten streift und wenn Fritzi nicht in der Nähe ist mit einem Miau ihre Streicheleinheit abholt. . .