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GHK Sternwarte
Lesen Sie hier Oscar's Geschichten

Geschichte kinderleicht und unterhaltsam erzählt


 

Hallo, liebe Leseratte!

Du liest gerne Bücher? Dann wird dir dieses hier bestimmt gefallen, es heißt "Treueeid und Wüstenprinz" und nimmt dich mit auf eine Zeitreise durch Neu-Isenburgs Geschichte!
In zehn Kapiteln kannst du Isabelle und Jean bei ihren aufregenden Abenteuern begleiten. Hier kannst du schon mal kurz in ihr aufregende Welt eintauchen – wir wünschen dir viel Spaß!


Wie Pierre fast den Eid zerstört hätte...
Nachdem der König von Frankreich alle Protestanten nicht mehr in seinem Land haben wollte, mussten diese flüchten, um dem Gefängnis oder dem Tod zu entgehen. Die Familie von Jean und Isabelle hatten in Genf, mit anderen hugenottischen Familien, ein Angebot des Grafen Johann von Ysenburg-Büdingen erhalten, in seinem Land zu leben und ihren Glauben behalten zu dürfen.

Sie hatten sich auf den weiten Weg gemacht und waren heute aufgefordert im Offenbacher Schloss den Treueeid zu schwören.

Isabelle hatte heimlich ihre kleine Maus Pierre in ihre Rocktasche gesteckt und mitgenommen.
"Kommt jetzt der Schwörer?", flüsterte Isabelle. "Still", zischte Jean, "das heißt Eid. Und da müssen alle ganz still sein." Im selben Moment erschienen einige sehr fein gekleidete Damen und Herren. Die müssen alle Prinzen und Prinzessinnen sein, schoss es Jean durch den Kopf.
So viele teuer gekleidete Menschen hatte er noch nie auf einmal gesehen. Einer trat vor und las laut einen Text, den Jean nicht verstand. Dann hörte er, wie sein Vater sagte: “Was man mir gesagt und ich wohl gehört und selbst daraufhin versprochen, werde ich halten, so wahr mir Gott helfe.“ In diesem Moment knuffte ihn Isabelle in die Seite „Du, hast du Pierre gesehen?“
 
Fortsetzung im Buch "Treueeid und Wüstenprinz" (siehe unten).
 
Deutsches Blut ist genauso rot ...
Jean sollte zur Schule gehen. Seine Eltern besprachen, ob sie ihn in die französische oder die deutsche Schule schicken sollten. Noch war die offizielle Sprache in Neu-Isenburg französisch. Nur, wer außerhalb Neu-Isenburgs zur Arbeit gehen wollte, musste deutsch können.
Jean belauschte seine Eltern. Wollen die mich etwa in die deutsche Schule schicken? Niemals geh ich da hin. Niemals! Dort schlägt der Lehrer die Kinder mit dem Rohrstock, wenn sie ungehorsam sind. Jean hatte eine Hoffnung: die deutsche Schule kostete Geld und wenn Isabelle ebenfalls zur Schule gehen sollte, würde es für beide Kinder nicht ausreichen. Außerdem waren ihm die deutschen Kinder zu frech, die taten immer mehr so als hätten sie mehr Rechte in Neu-Isenburg als die Nachfahren der Gründerfamilien.

Jean hatte Glück, er durfte in die französische Schule gehen.
Der erste Unterrichtstag war vorbei.
„Kommt, wir spielen Hahnenkampf“, rief ein Junge nach dem Unterricht. Aber gegen wen?
Da erblickten sie eine Gruppe deutscher Schüler, die ebenfalls Unterrichtsschluss hatten. „Wir kämpfen gegen die Deutschen“, rief Jean.
Mit einem beherzten Sprung prallte er auf seinen Gegner – und rammte seine Schulter so hart an dessen Augenbraue, dass die aufplatzte. Der deutsche Junge ging blutend zu Boden und fing an zu schreien…
„Wer war das?“ übertönte eine Stimme das
Jammern. Vor ihnen stand der deutsche Lehrer…
 
Fortsetzung im Buch "Treueeid und Wüstenprinz" (siehe unten).


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„Treueeid und Wüstenprinz - Abenteuer in Neu-Isenburg“ von Stefan Sochatzy ist 2002 erschienen bei edition momos Verlagsgesellschaft mbH Neu-Isenburg und kostet 9,60 Euro.
Zu finden auch unter unseren Publikationen.

Das Ergänzungskapitel "Isabelles Traum" ist 2007 als Broschüre erschienen.