Archiv

Isenburg und Ysenburg – Fahrradtour des GHK und des ADFC Neu-Isenburg

By | Allgemein | No Comments

Am 15. Juli 2018, an einem wunderschönen Sonntagvormittag, startete eine Gruppe von ca. 30 historisch interessierten Radlern zu einer Erkundungsfahrt in die I(Y)senburger Geschichte. Vom GHK und dem ADFC Neu-Isenburg organisiert, führte der Dreieicher Heimatkundige Wilhelm Ott auf der Tour die Teilnehmer durch die Territorialgeschichte des östlichen Dreieichgebietes.

Um1800 gab es einen Flickenteppich unterschiedlicher Herrschaftsgebiete um Neu-Isenburg, das wie Offenbach und Sprendlingen zum Fürstentum Isenburg-Birstein gehörte. Im Norden lag die Freie Reichsstadt Frankfurt, der Gravenbruchwald und Heusenstamm wurden von den Grafen von Schönborn regiert, der Deutschherrenwald (Wildhof) war im Besitz des Deutschen Ordens, Commende Frankfurt. Dietzenbach (ebenso wie Langen und Egelsbach) gehörte zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Im Süden residierten die Grafen von Isenburg-Philippseich, für die u.a. Götzenhain und Urberach tributpflichtig waren. Darüber hinaus gab es die Biebermark und die Rödermark, Waldgenossenschaften, die sich im gemeinsamen Besitz der in dem Gebiet liegenden Gemeinden befanden.

Zunächst ging es am Gravenbruchring der Ysenburgisch-Frankfurter Grenze entlang zum Dreiherrensteinplatz in der Wohnstadt Gravenbruch. Vor der Polizeistation stehen drei Grenzsteine verdeckt in einem Pflanzbeet. Einer davon ist der Namensgeber des Platzes: der Dreiherrenstein. Er stand an dem Berührungspunkt von drei reichsunmittelbaren Herrschaftsgebieten: dem Forst Offenbach der Grafschaft Ysenburg (Forst Dreieich), dem Deutschherrenwald der Commende Frankfurt (Wildhof) und dem Gravenbruchwald der Grafen von Schönborn. Konsequenterweise trägt der 1730 gesetzte Stein das Ysenburger Balkenwappen, das Deutschordenskreuz und den Schönborner Löwen. Am Originalstandplatz des Dreiherrensteins hatte Wilhelm Ott in Absprache mit dem Forst, der Stadt Neu-Isenburg und dem GHK eine Steinsäule mit einem QR-Code aufgestellt (nachdem ein Markierungspfahl aus Holz gestohlen worden war).

Wilhelm Ott erläuterte kursorisch die komplexe Geschichte der Besitzveränderungen in den verschiedenen Territorien, die zu den heutigen Gemarkungsgrenzen führten. Herbert Hunkel verwies in diesem Zusammenhang auf das vom Magistrat der Stadt Neu-Isenburg 2017 herausgegebene Buch von Wilhelm Ott „Grenzen und Grenzsteine der Neu-Isenburger Gemarkungen“, in dem diese Details ausführlich beschrieben werden und dessen Lektüre er eindringlich empfahl. 2018 publizierte Ott ein weiteres Buch: „Grenzen und Grenzsteine der Heusenstammer Gemarkung“.

Im weiteren Verlauf der Tour entlang der ehemaligen Ostgrenze des Gravenbruchwaldes passierte die Gruppe weitere schöne Grenzsteine mit dem Schönborner Wappen und dem Deutschordenskreuz. Ein Stein dieser Serie ist auch im Hof des Hauses zum Löwen zu bewundern. Ein mittelalterliches Sühnekreuz, das Gambrechtskreuz, konnte auf der linken Seite der Alten Babenhäuser Straße entdeckt werden. Am nächsten „Dreiherrenstein“ traf die Gruppe wieder auf ehemaliges Ysenburgisches Gebiet: den Forst Dreieich. Die beiden anderen Territorien an dem Berührungspunkt waren der Schönbornsche Gravenbruchwald und die Biebermark. Nach der Waldmarkteilung gehörte dieser Teil der ehemaligen Biebermark als Exklave „Hintermark“ zur Offenbacher Gemarkung, bis er durch einen Gebietstausch in die Heusenstammer Gemarkung eingegliedert wurde.

Der nächste Halt auf der Fahrradtour war wieder ein Berührungspunkt dreier Territorien: Ysenburg (Forst Dreieich), Biebermark (Offenbacher Hintermark) und Rödermark (Dietzenbach). An dieser Stelle verlief die Hanauer Landwehr, eine Verbindung der Ysenburger (bzw. Dreieicher) Ringlandwehr im Westen mit der Mainzer Landwehr im Osten entlang der ehemaligen Dietzenbacher West- und Nordgrenze. An der Kreuzung der alten Babenhäuser Straße mit dieser Verbindungslandwehr befand sich ein Durchlass, ein „Schlag“, an dem Wegzoll erhoben wurde. Der Heimat-und Geschichtsverein Heusenstamm und die Freunde Sprendlingens hatten dort kürzlich einen einst in der Nähe herausgelegenen Grenzstein der Grenze Ysenburg – Biebermark wieder aufgestellt.

Hier war hier Gelegenheit, den Unterschied zwischen Isenburg und Ysenburg zu erläutern: In den frühen lateinischen Dokumenten wurde der Name mit >I< geschrieben. In deutschen Dokumenten wurden beide Schreibweisen benutzt. „Ysenburg“ wurde im 16. Jh. die offizielle Bezeichnung des Grafenhauses. Sie blieb es auch nach den verschiedenen Erbteilungen. Als die Ysenburg-Birsteiner Linie 1744 in den Fürstenstand erhoben wurde, stand in der Ernennungsurkunde – wohl durch ein Versehen des Schreibers – „Fürst von Isenburg und Büdingen“. 1913 wurde bei der Birsteiner Linie das Suffix „von Büdingen“ weggelassen. Die Büdinger Linie nennt sich dagegen heute noch „von Ysenburg und Büdingen“

Entlang der Verbindungslandwehr, der Grenze zwischen der Rödermark und dem Ysenburger Forst, führte die Tour nach Südwesten. Auf eine Besteigung des Ebertsberges (193 m) wurde verzichtet, dafür gab es einen Empfang mit klarem Trinkwasser am Neu-Isenburger Wasserhochbehälter am Ebertsberg. Christoph Pfaff, der zuständige Abteilungsleiter der Stadtwerke Neu-Isenburg, ließ es sich nicht nehmen, die Radlergruppe persönlich von der Qualität des Neu-Isenburger Trinkwassers zu überzeugen. Er erläuterte außerdem die Funktion des Hochbehälters als Übergabestation des Fremdwassers aus dem Netz des Zweckverbandes Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO).

Über den Engelsborn, den Kirchborn und den Grünen Born radelte die Gruppe – unterbrochen durch eine vom ADFC rasch behobene Reifenpanne – weiter durch Götzenhain zum Schloss Philippseich, dessen Gelände normalerweise öffentlich nicht zugänglich ist. Auf vorherige Anfrage war der Hausherr, Markus Theobald, bereit, die GHK-Gruppe durch das Anwesen zu führen. Er berichtete, dass die Anlage um 1675 von Johann Ludwig von Ysenburg-Birstein, dem Vater des Neu-Isenburger Stadtgründers Johann Philipp, als Tiergarten mit einem Jagdschloss errichtet worden war. Johann Philipp baute diesen Tiergarten zu einem kleinen Dorf aus, errichtete die Kirche und mehrere Wirtschaftsgebäude. Nach ihm wurde das Anwesen benannt. 1711 wurde Philippseich die Residenz der Gräflichen Nebenlinie Ysenburg-Philippseich. Der erste dieser Grafen war ein Neffe von Johann Philipp. Von dem hölzernen Jagdschloss ist nur noch das Kellergewölbe vorhanden, das im Krieg als Luftschutzkeller ausgebaut wurde. Um 1800 wurde ein neuer Schlossbau mit Mansardendach errichtet. Der letzte Graf der Ysenburger Nebenlinie verstarb kinderlos im Jahr 1920; das Anwesen fiel an die Linie Isenburg-Birstein zurück. Nach einer Periode langsamen Verfalls wurde es 1941 von dem Bauunternehmer Kögel gekauft und mit großem Aufwand restauriert. Heute beherbergt Philippseich eine Reihe von Mietwohnungen mit einem sehr speziellen Charakter, einen land- und forstwirtschaftlicher Betrieb sowie eine Reitschule mit Ställen und Reithalle. Die GHK – Radler waren von der wunderschönen Parkanlage mit alten Bäumen, Brunnen, Statuen, geschmackvoll renovierten Gebäuden und der kleinen Kirche sehr beeindruckt.

Den Abschluss der Tour bildete der Besuch des Hofguts Neuhof, das um 1500 zusammen mit dem Dörrhof (Dornhof) von den Ysenburger Grafen gegründet wurde. Wilhelm Ott merkte an, dass das Anwesen er in dieser Zeit auch „Sprendlinger Hof“ genannt wurde, was Herbert Hunkel veranlasste, darauf hinzuweisen, dass der Neuhof schon immer die Neu-Isenburger Telefonvorwahl besitzt. Der Neuhof wurde im Dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört. Erst um 1700 legte Johann Philipp den Neuhof als Musterdomäne erneut an. Das Anwesen hatte eine lange Geschichte mit Höhen und Tiefen, bis es dann 1936 von der Familie Schumacher erworben wurde. Heute ist das Hofgut mit dem Restaurantbetrieb, der Pferdehaltung und dem Golfplatz wirtschaftlich offensichtlich solide aufgestellt.

Herbert Hunkel dankte im Namen der Gruppe Wilhelm Ott für die vielen interessanten Details seiner Ausführungen. Leicht überschwänglich sprach er später von der Fahrt als einer „Sternstunde in Heimatkunde“. Auf dem neuen Fahrradweg entlang der Neuhöfer Straße radelte die Gruppe wieder nach Neu-Isenburg zurück.

Berichterstatter: Wilhelm Ott

Bilder: Hans-Walter Schewe

Bericht über die Studienfahrt des GHK am 1.7.2018 nach Isenburg: dort wo alles begann!

By | Aktuelles, Archiv | No Comments

Die Geschichte der Isenburger beginnt – urkundlich nachgewiesen 1093 im Westerwald. Denn im Jahr 1093 erscheint Rembold von Isenburch und 1095 Gerlach von Isenburg in mittelrheinischen Urkunden.

Bekanntlich führten die deutschen Geschlechter bis ins 11. und 12. Jahrhundert keine Familiennamen, sondern nannten sich lediglich nach ihren Vornamen. Erst zu Ende des 11. und zu Anfang des 12. Jahrhunderts ward es Sitte, dass sich, zunächst der hohe Adel, nach seinen Burgsitzen benannte.

Die Stammburg der Isenburger Herren war die Isenburg, etwa um 1100 im heutigen Landkreis Neuwied von den Brüdern Rembold und Gerlach errichtet. Am Zusammenfluss des Saynbachs und des Iserbachs, im romantischen Sayntal im Westerwald. Die Isenburger galten als eines der bedeutendsten, alteingesessenen Geschlechter des Hochadels. Der erste nachweisbar feste Wohnsitz des Geschlechts war ein Herrenhof in Rommersdorf, heute einem Stadtteil von Neuwied.

Zu den Ländereien der Isenburger gehörten u.a. Limburg, die Klostervogtei Fulda und die Grafschaft Wied. Die Lande galten auch als Nieder-Isenburg. Ludwig von Isenburg (gestorben 1304) kam über eine Heirat mit der Erbtochter von Büdingen in die südöstliche Wetterau (Ober-Isenburg). Durch verschiedene Heiraten und Teilungen entstanden dann u.a. die Linien Ysenburg-Büdingen, Isenburg-Birstein, Isenburg-Ronneburg, Isenburg-Offenbach.

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Isenburg im Jahr 1103 in einer Urkunde des Erzbischofs von Trier. Im Jahr 1625 war die Burg noch bewohnt. 1633 war sie von spanischen Truppen besetzt aber nicht zerstört worden. Mit dem Tod von Graf Ernst von Isenburg-Grenzau im Jahr 1664 ist die Linie Nieder-Isenburg ausgestorben. Aufgrund eines Erbstreits war die Isenburg anschließend dem Verfall preisgegeben. Die Burgruine gehört heute der Fürstin zu Wied in Neuwied. Seit 2005 bemüht sich der Förderverein Freunde der Isenburg e.V. gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Rheinland-Pfalz tatkräftig und erfolgreich um den Erhalt der Burg.

Mit dem Bau der Isenburg entstand auch die Gemeinde Isenburg, die 2003 ihr 900jähriges Jubiläum feierte. Gäste bei den Feierlichkeiten waren damals aus Neu-Isenburg der damalige Bürgermeister Oliver Quilling und der damalige Erste Stadtrat Herbert Hunkel.

Die Gemeinde Isenburg liegt landschaftlich äußerst reizvoll auf halber Strecke zwischen Bendorf am Rhein und Dierdorf im Sayntal. Von den Anhöhen hat man einen herrlichen Blick auf den historischen Ortskern. Wahrzeichen ist die in der Ortsmitte gelegene Isenburg.

Isenburg zählt 641 Einwohner, Herr Detlef Mohr ist ehrenamtlicher Ortsbürgermeister, zugleich Vorsitzender des zwölfköpfigen Gemeinderats. Neben der Isenburg lohnen die neugotische Katholische Pfarrkirche St. Katharina mit gotischem Chor aus dem 14. Jahrhundert und das Heimatmuseum im historischen Torhaus „Alte Porz“ und die „Schildpforte“, beides Relikte aus der Ortsbefestigung im 14. Jahrhundert, einen Besuch.

Das sehr anheimelnd eingerichtete Heimatmuseum befindet sich in zwei 7 und 13 m² großen Räumen in der Alten Porz. Dort ist die original Isenburger Nagelschmiede Glanzstück der Ausstellung. Isenburg war viele Jahrhunderte ein Dorf der Nagelschmiede. Nach intensiven Verhandlungen mit dem Landrat des Kreises Neuwied gelang es den Isenburgern, die letzte noch vorhandene Nagelschmiede aus dem Roentgen-Museum Neuwied wieder nach Isenburg zurück zu führen.
Nach 770 Stunden ehrenamtlicher Arbeit der Arbeitsgruppe „Rentnerband“ gelang es, völlig marode Innenräume zu sanieren, Putz- und Anstreicherarbeiten zu realisieren, Decken zu sanieren und Fußböden zu verlegen. Mit Glockenklang und Chorgesang und dem Segen des Pastors wurde das Heimatmuseum am 3. Oktober 2008 feierlich eröffnet.

Unser Besuch am 1. Juli 2018
Für die Fahrt gab es ein großes Interesse, 80 Anmeldungen landeten bei meiner Frau auf dem Schreibtisch, wir hatten aber nur Platz für 54.
Nach der Begrüßung durch den Ortsbürgermeister Detlef Mohr besuchten wir die Isenburg. Dort empfing uns der Heimat- und Verschönerungsverein sowie der Förderverein Freunde der Isenburg e.V. mit einem fürstlichen Frühstück und dem Isenburg-Lied. Die melodische Begrüßung erwiderte die GHK-Gruppe spontan mit dem Iseborjer Nationalsong „Auf ihr Wutze“ zur Erheiterung der Isenburger.

Zu unserer großen Freude waren auch Ehrengäste aus den fürstlichen Häusern Isenburg-Birstein und Neuwied anwesend: die Mutter von Alexander, Fürst von Isenburg in Birstein, Elisabeth Christine Fürstin von Isenburg und die Schwester von Alexander und Tochter der Fürstin Isenburg, Isabelle Fürstin zu Wied. Fürstin zu Wied hatte Köstlichkeiten aus der fürstlichen Wildschlachterei für das leckere Frühstück am Fuße der Isenburg spendiert. Nach einer sehr informativen Führung zur Isenburg besichtigten wir die sehenswerte Katholische Kirche St. Katharina und das wunderschöne, sehr liebevoll eingerichtete Heimatmuseum mit der Nagelschmiede.

In dem landschaftlich reizvoll an der Iser gelegenen Restaurant Fischerhütte verabschiedeten und bedankten wir uns für die äußerst herzliche Gastfreundschaft und luden die Isenburger zu einem Besuch nach Neu-Isenburg ein. Als Zeichen der Verbundenheit gab uns Bürgermeister Detlef Mohr eine Stadtfahne mit auf den Weg nach Neu-Isenburg. Diese wird ganz bestimmt beim Besuch der Isenburger in Neu-Isenburg am Rathaus gehisst.

Herbert Hunkel

 

Fotos: Alexander Jungmann

Broschüre über die ehemaligen Flakstellungen in Neu-Isenburg

By | Aktuelles, Archiv | No Comments

Flakstellung

Neu-Isenburg verfügt als Erbe des Zweiten Weltkrieges über Ruinen der ehemaligen Flakstellungen in der Ostgemarkung der Stadt. Sehr gut erhaltene Teile dieser Flakstellungen sollen als Mahnzeichen für die Schrecken des Krieges unter Denkmalschutz gestellt werden. Die mit sehr viel Recherchen verbundene Arbeit an der Broschüre dokumentiert den heutigen Zustand der Flakstellungen, berichtet über die dortigen Kriegsereignisse anhand von Augenzeugenberichten und lässt auch die Nachkriegsgeneration zu Wort kommen. Im Verlauf des Jahres 2018 wird diese Broschüre gedruckt und vom GHK veröffentlicht. Bereits am 26. Juli 2017 berichtete die Offenbach-Post unter der Überschrift „Steinerne Zeugen der Geschichte“ über die Vorbereitungsarbeiten zur GHK-Broschüre über die Flakstellungen. Den Zeitungsartikel finden Sie unter Anklicken der PDF-Datei.

Die Thematik der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg und die Verteidigung mit Flugzeugabwehrkanonen (Flak) ist derzeit durch Funde von Bombenblindgängern besonders aktuell. Im Raum Frankfurt am Main vermutet man noch ca. 2000 Blindgänger und in ganz Deutschland ca. 100.000 Blindgänger. Bei starkem Flak-Beschuss wurden die Bomben zur Ballast-Entledigung schnell abgeworfen, um rasch wieder Flughöhe zu erreichen und aus den Flak-Splittern zu entkommen. Ohne die Flak-Abwehr hätte es vermutlich noch viel mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben. Die im Jahr 2017 entschärfte Luftmine (blockbuster) in der Nähe der Frankfurter Universität hätte auch 72 Jahre nach Kriegsende noch schwerste Zerstörungen bewirken und viele Tote fordern können. Um bei einer möglichen unerwarteten Explosion keine Verletzen und Tote beklagen zu müssen, wurden 65.000 Menschen vor und während der gefährlichen Entschärfung für viele Stunden evakuiert. (fst)