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Broschüre über die ehemaligen Flakstellungen in Neu-Isenburg

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Flakstellung

Neu-Isenburg verfügt als Erbe des Zweiten Weltkrieges über Ruinen der ehemaligen Flakstellungen in der Ostgemarkung der Stadt. Sehr gut erhaltene Teile dieser Flakstellungen sollen als Mahnzeichen für die Schrecken des Krieges unter Denkmalschutz gestellt werden. Die mit sehr viel Recherchen verbundene Arbeit an der Broschüre dokumentiert den heutigen Zustand der Flakstellungen, berichtet über die dortigen Kriegsereignisse anhand von Augenzeugenberichten und lässt auch die Nachkriegsgeneration zu Wort kommen. Im Verlauf des Jahres 2018 wird diese Broschüre gedruckt und vom GHK veröffentlicht. Bereits am 26. Juli 2017 berichtete die Offenbach-Post unter der Überschrift „Steinerne Zeugen der Geschichte“ über die Vorbereitungsarbeiten zur GHK-Broschüre über die Flakstellungen. Den Zeitungsartikel finden Sie unter Anklicken der PDF-Datei.

Die Thematik der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg und die Verteidigung mit Flugzeugabwehrkanonen (Flak) ist derzeit durch Funde von Bombenblindgängern besonders aktuell. Im Raum Frankfurt am Main vermutet man noch ca. 2000 Blindgänger und in ganz Deutschland ca. 100.000 Blindgänger. Bei starkem Flak-Beschuss wurden die Bomben zur Ballast-Entledigung schnell abgeworfen, um rasch wieder Flughöhe zu erreichen und aus den Flak-Splittern zu entkommen. Ohne die Flak-Abwehr hätte es vermutlich noch viel mehr Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben. Die im Jahr 2017 entschärfte Luftmine (blockbuster) in der Nähe der Frankfurter Universität hätte auch 72 Jahre nach Kriegsende noch schwerste Zerstörungen bewirken und viele Tote fordern können. Um bei einer möglichen unerwarteten Explosion keine Verletzen und Tote beklagen zu müssen, wurden 65.000 Menschen vor und während der gefährlichen Entschärfung für viele Stunden evakuiert. (fst)